Oswald Flip – Fünf.Pfund.GerocktesRSS-Feed für Beiträge RSS-Feed für Kommentare

Oswald sagt Servus

Große Bands nennen es „unterschiedliche Vorstellungen zur musikalischen Ausrichtung“ oder „künstlerische Differenzen“. Wir waren keine große Band, aber nennen können wir es auch so. Oswald Flip praktiziert nicht mehr. Kein krachender Schlussakkord, sondern eher ein leicht verkacktes Ende, wie es in unserem Programm gar nicht mal so häufig vorkam. Ein paar kleine Meinungsverschiedenheiten, der Abschied des Gitarristen Holle, da waren’s nur noch vier, die dann auch noch ohne Proberaum dastanden. Das Gebilde war angeschlagen, als sich mit Wolle ein weiteres Mitglied der Band verabschiedete. Das war’s.

Auch wenn sich für alle – zumindest musikalisch – erstmal ein Loch auftat, können wir jetzt (mit etwas Abstand) sagen, dass es geil war. Da waren wirklich gute Gigs dabei. Und aufregende Momente im Studio. Kuriose Abende (wie im Spritzehaus, als ein Teil der Decke herunterkam, überwiegend asbestverseuchter Unrat, wir die Anlage vergessen hatten, es wie aus Eimern goss, höchstens 20 Menneken und Weiblein da waren, aber Spaß hatten). Auch große Abende: wie beim Monkey Jump im Hofheimer Jazzkeller, im Flörsheimer Güterbahnhof oder beim Langenhainer Kultursommer, als sozusagen mit dem ersten Akkord der Gitarrenamp explodierte.

Unvergessen auch der Besuch der Licher Privatbrauerei, der Aufbau in der Villa einer Frankfurter Studentenverbindung oder die Entsorgung unseres Bandsofas aus dem Dachgeschoss des Proberaums, der kurze Zeit darauf überraschend in ein Gesundheitszentrum umgewandelt wurde. Kranke Stories.

Keine Ahnung, ob das hier noch jemand liest. Wenn ja, sagen wir: es war cool, danke, dass ihr dabei wart. Bis bald mal wieder. Oswald sagt Servus.

Einen Kommentar

Ein Kommentar zu “Oswald sagt Servus”

  1. Holgerzu 28.10.2015 at 11:57

    also ich weine dann mal ein wenig. War ne geile Zeit, die ich nie in meinem Leben vergessen werde. Und wenn ich mal Enkel hab …

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